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Höllenritt

Höllenritt

Autor

Martin Weiss

Datum

06 März 2012

Kategorien

Hol Dir schon mal Popcorn.

Was folgt, ist großes Kino.

Der Inhalt des Films: Ein Höllenritt der ganz besonderen Art.

Und dabei fing alles ganz harmlos an…

Letztes Jahr ließ ich meine Website von einer Internetexpertin auf Benutzerfreundlichkeit testen und erhielt ein verheerendes Ergebnis: Großartige Inhalte, aber die Fülle erschlage einen. Die Navigation würde die Besucher in schiere Verzweiflung treiben, da man schnell nicht mehr wisse, wo man sei. Überhaupt wäre der Site gar kein Konzept anzumerken. Ob denn Coaching nicht auch etwas mit Struktur und Ordnung zu tun habe?

Ok. Verstanden. Müssen wir überarbeiten.

Ich erstellte ein Redesign und beauftragte im Sommer letzten Jahres einen Entwickler damit, den Entwurf umzusetzen. Nichts radikal Neues, übrigens. Denn grundsätzlich fand ich das Design der Site ja schön.

Und dann setzte der übliche Herbststress ein: Termine, Projekte, Seminare. Heftiger als sonst, denn die Kurse verkauften sich wie geschnitten Brot. Schön für die Kasse. Aber wie immer mit einer Kehrseite versehen: Die vielen Teilnehmenden wollten ja gut versorgt werden.

Also ließ ich das Redesign schluren. Widerwillig zwar, aber man muss ja Prioritäten setzen. Der Entwickler war auch nicht gerade der Eiligste, und so zog sich das mit den Entwürfen hin. September und Oktober gingen ins Land, und als der November eben so ergebnislos begann wie die Vormonate, machte ich dann aber doch Druck.

Und siehe da, es kam Bewegung in die Angelegenheit: Updates tauchten auf der Prototypen-Website auf, Mailschriftverkehr ging hin und her – aber alles immer noch eher in Zeitlupe.

Obendrein stellte sich heraus: Es reichte nicht, die Site nur äußerlich anzuhübschen. Auch mein System unter der Haube musste mal auf den neuesten Stand gebracht werden.

Du ahnst es schon: Schwierigkeiten aller Art tauchten am Horizont auf und rieben sich lüstern die Hände.

Eigentlich hatte ich geplant, die Winterpause für das Update zu nutzen, aber mein Entwickler liebte es weiter gemütlich. Als dann Mitte Dezember klar war, dass es in dem Tempo noch bis nächstes Jahr Sommer dauern würde, krempelte ich mir die Ärmel hoch – und setzte: ein Ziel.

Zum 4. Geburtstag von coach-your-self.tv – am 28. Februar, um genau zu sein – ist das System auf die neue Version upgedatet und die Site mit einem schmucken Äußeren versehen.

Ziele sind ja so etwas wie die heiligen Kühe der Selbsthilfe-Industrie.

Ohne Ziele. so lautet das Evangelium, fallen wir den Strömungen des Fluss des Lebens zum Opfer und irren wie ein Stück Treibgut durch die Weltgeschichte, um am Ende irgendwo zu landen – nur nicht da, wo wir eigentlich hin wollen.

Ergo das Mantra der Ziele. Klare, messbare Vorhaben. Formschön ausgestattet mit einer Deadline.

Eigentlich logisch.

Ja, ja…

Eine zweite Fassung der Site wurde als „Sandkasten“ auf meinem Server errichtet. Wir führten dort das Update auf die neue Version durch und siehe da: Es fluppte alles. Danach erprobten wir das Update live an einer anderen Website und testeten die Funktionen im Livebetrieb: Auch hier alles „va bene“.

Das Design machte Fortschritte, neue Funktionen wurden entwickelt, und alles lief geschmeidig. So gut, dass ich noch eine Reihe von technischen Funktionen in Auftrag gab.

Frischen Mutes starteten wir dann Anfang Januar durch. Alles lief wie am Schnürchen, die Arbeit ging voran. Natürlich gab es Verzögerungen, Probleme, Fehler – aber das war nicht weiter schlimm, denn ich hatte eine ordentliche Portion Pufferzeit miteingeplant.

Und dann kam der große Tag: Unser rein technisches Update von coach-your-self.tv auf die neue Version.

Klappte gut.

Hatten wir ja so getestet.

Bis auf die Tatsache, dass der Shop plötzlich nicht mehr lief.

Ok. Kein Problem: Kaufen wir also das Update.

Gesagt, getan, aber die neue Fassung erlaubte nun unsere neuen Designs nicht.

Tja, schrieb die Shopfirma, ihr Update sei leider fehlerhaft, aber das wüden sie innerhalb einer Woche lösen. Versprochen.

Aha.

Einen Tag später verlor ich eine meiner Kontaktlinsen. Das war unangenehm, weil ich auf dem betroffenen Auge ziemlich blind bin. Aber auch kein Problem. Ab zum Optiker ins nah gelegene Bielefeld. Der Terminplan ist zwar dicht, aber was soll’s.

Am Wochenende darauf hatten wir Kinder zu Besuch. Eines davon mit Katze zuhause. Leider bin ich gegen Katzenhaare allergisch, und so begann ich nach einigen Stunden zu röcheln. Mein Puster, der mich in solchen Fällen aus dem Asthma rettet, war leider spurlos verschwunden. Also ab zum Notarzt, da ja Sonntag war. Dort einen Puster bekommen, aber die Asthmaattacke hatte Folgen hinterlassen: Ich fühlte mich die nächsten Tage ziemlich geschwächt.

Kurz darauf trafen meine neuen Linsen ein, aber irgendwie konnte ich mit ihnen nicht so gut sehen. Macht nichts, dachte ich hustend, muss ich mich noch dran gewöhnen.

Beschwerlicher war, dass nun zahlreiche Rückmeldungen von Teilnehmenden eintrafen, die hier und da immer wieder kleinere Fehlerchen meldeten. Nichts schlimmes, aber dennoch Dinge, die erledigt werden mussten. Zusätzlich zu all den anderen technischen Arbeiten.

Also bis spät abends am Schreibtisch sitzen, denn ich hatte ja ein: Ziel.

Während sich mein Gesundheitszustand zusehends verschlechterte, schnellte mein Mail-Postfach immer wieder auf 100 oder mehr Mails hoch. Nicht Werbemails oder Spam oder Newsletter von Kollegen. Nein: Richtige Mails, die eine persönliche Bearbeitung von mir erwarteten.

Und hatte ich erwähnt, dass ich nebenbei Kurse gab? Und neue Inhalte entwickelte? Und akquirierte? Und neue Konzepte anschob? Termine wahrnahm? Das Design verfeinerte? Und an den Abschlussarbeiten für ein Leitbild für ein anderes Unternehmen feilte?

Morgens noch mit Singapur geskypet (da sitzt einer meiner Entwickler), dann mit Bielefeld, danach Webbie mit Firmenkunden, dann Texte und Angebote geschrieben, Drucksachen koordiniert und abends Rechnungen durchgesehen.

Jesses.

Und dann gab es natürlich auch noch ein paar echte Klassiker obendrauf. Zum Beispiel: Der Drucker druckt nicht. Also unter den Schreibtisch kriechen, Strippen ruckeln, Stecker neu verstöpseln, und – der Drucker druckt immer noch nicht. Erstmal was anderes machen, und dann später den Rechner neu starten. Gesagt. Getan. Geht nicht.

Erst als nach und nach andere Funktionen ausfallen, dämmert es mir: Der USB-Mehrfachtstecker hat keinen Strom mehr. Also: neuen Hub besorgen, während mein Postfach munter die 150ger Grenze durchstößt.

Da war es eher schon ein Vorteil, dass einer meiner Entwickler Zivildienst als Rettungsfahrer leistete. Weil er plötzlich tagsüber nach Frankfurt musste, besprachen wir die Korrekturen eben erst nachts um Eins. Das nennt man Zeitmanagement. Jede Minute aktiv nutzen.

Wir hingen mittlerweile mit dem Timing derbe hinterher, als eine meiner frischen Kontaktlinsen einen Riss bekam. Natürlich auf dem gleichen Auge wie zuvor. Auf einen Schlag war ich wieder halbblind. Eine Rücksprache mit dem Optiker ergab: Weil ich nun schon etwas Alterssichtig sei, hätte er die Linsen so konzipiert, dass ich gut in die Ferne schauen könne. Aber für alles Nahe dann noch eine Brille bräuchte.

Hallo?

Genau das fragte ich auch den Lieferant der Shopkomponente, der immer noch nicht aus den Socken gekommen war. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Eine Servicemitarbeiterin wies mich kurzangebunden darauf hin, dass ich doch bitte ein Servicepaket für 300 Euro buchen solle, denn man könne ja den Support nicht umsonst machen. Als ich dezent darauf hinwies, dass die Probleme durch ihr fehlerhaftes Update enstanden wären, hieß es: Erst das Paket kaufen, und wenn sich meine Beanstandung als falsch erwiese, würde man mir das Geld für den nächsten (!) Service-Fall gut schreiben.

Da saß ich also mit einem Shop, der nicht lief (ciao Umsatz, hallo Zusatzkosten), pfiff gesundheitlich aus dem letzten Loch und durfte mich nun auch noch mit einer frivolen Servicetechnikerin herumschlagen.

Glaubt mir, hätte ich einen Molotowcocktail zur Hand gehabt, hätte mich die „Bild“ am nächsten Tag mit folgender Schlagzeile ganz groß rausgebracht: „Irrer Motivationsguru entfacht Flächenbrand!“

Aber natürlich bin ich reif, erwachsen und vernünftig: Also tapfer den Ärger selbstcoachen (wenigstens das war auf lau) und mich diplomatisch durchs Minenfeld navigieren.

„Denn“, so raunzte ich dabei mit heiserer Stimme, den Blick unerschütterlich gen Horizont gerichtet, „ich habe ein Ziel.“

Das war noch vor dem Anruf meiner Frau: Rocco habe sich in der Schule spontan über den ganzen Tisch erbrochen. Grippe. Und wer Kinder sein eigen nennt, ahnt, was kommt: Schon am nächsten Tag begann ich ebenfalls zu frösteln.

Die Reißleine war also angesagt.

Ich sagte einen lang geplanten Umzug ab und programmierte meinen Newsletter so, dass er am nächsten Abend auch ohne mich rausgehen konnte. Denn auch hier galt: Deadline. Das Teil musste raus, da ich einer Kollegin versprochen hatte, ihre neue Webinarreihe zu bewerben.

Und dann legte ich mich ins Bett.

Aaaah, die Wonnen des Faulenzens.

Wunderschön.

So dämmerte ich wohlig dahin, bis – am nächsten Abend der Newsletter abstürzte. Zum ersten Mal seit zwei Jahren.

Warum auch immer, begann das System plötzlich fehlerhafte Mails zu versenden. Also eilte ich um 23 Uhr nachts mit schweren Kopf in mein Arbeitszimmer und stoppte die Zusendung.

Wenig später lag ich wieder in meinen Bett und blickte zur Decke hoch: Womit hatte ich das alles verdient? Welche Laune des Schicksals hatte sich entschieden, mir einen Höllenritt zu verpassen?

Systematisch begann ich die Faktoren zu untersuchen: Stimmte was mit meinem Ziel nicht? Nein, der Relaunch war überfällig gewesen. Waren wir technisch falsch vorgegangen? Nein, wir hatten Tests durchgeführt, einen davon sogar im Echtzeitbetrieb. Hatte ich falsch geplant? Mhm. Da war schon eher Beute zu holen. Obwohl: Ich hatte doch eigentlich genügend Puffer in meine Berechnungen eingebaut. Wer hätte schon Rocco, unselige Shopkomponentenentwickler, mies gestimmte USB-Mehrfachstecker und die vielen anderen Widrigkeiten im Vorfeld einplanen können?

Aber dennoch stießen diese Gedankengänge in mir auf leise Resonanz. Ich musste an meinen Vortrag beim Junferman Kongress denken. Und daran, dass eine Teilnehmerin ihre innere Stimme zu einem schwerwiegenden Thema befragt und als Antwort erhalten hatte, dass wir Menschen unser Leben nicht selbst bestimmen können.

Wie wahr, dachte ich in der Dunkelheit.

Und doch missfiel mir der Gedanke.

Er lud förmlich dazu ein, die Hände in den Schoß zu legen. Sich als Opfer der Umstände zu klassifizieren. Und damit ohn-mächtig zu werden.

Wenn ich mein Leben nicht selbst bestimmen konnte, wozu sich dann noch was vornehmen? Wozu Pläne schmieden? Wozu Hoffnungen hegen?

Mit dieser Dissonanz schlief ich ein.

Ich erwachte am nächsten Morgen traumlos. Das „Koan“ in meinem Schädel hatte sich immer noch nicht gelöst.

Stattdessen hatte ich aber eine Idee, wie ich das Newsletterproblem lösen konnte. Anstelle einer grafisch aufwändigen Variante konnte ich doch eine abgespeckte Version verschicken. Gesagt. Getan. Lief.

Noch war also Hopfen und Malz nicht verloren, dachte ich triumphierend, während ich in die Bettfedern zurückglitt.

Und während ich so durch den Sonntag gammelte (herrlich!), sinnierte ich über meine weiteren Schritte nach.

Der Geburtstag von coach-your-self.tv war nur noch wenige Tage entfernt, und ich hatte obendrein für die Woche danach den Launch eines neuen Kurses angekündigt. Ein Kurs, an dem ich 10 Jahre gearbeitet hatte. Der mir am Herzen lag. Der wirklich wichtig war. Und dessen Erscheinungstermin ich in meinen Newslettern beworben hatte.

Egal, dachte ich. Ich hatte mein Möglichstes getan. War bis an alle Grenzen heran und sogar darüber hinaus gegangen. Mehr war beim besten Willen nicht drin.

Und so kam es, dass ich aufgab.

Nicht mein Ziel.

Aber meinen Plan.

Vielleicht würde das mit dem 28. Februar noch was werden. Vielleicht auch nicht.

Und wen kümmerte das schon?

Die Welt hatte ja nicht unbedingt darauf gewartet, dass am 28.02.2012 meine Site mit einem neuen Design in See sticht.

Und so setzte ich mich am Tag danach mit zusammengekniffenen Augen vor meinem Monitor, beantwortete Mails, schichtete Inhalte um, führte Anpassungen am neuen Design durch, briefte Entwickler, verarztete notdürftig Kundenanfragen und sah zu, dass wir fertig wurden.

Und Wunder über Wunder: Der Nebel begann sich zu lichten.

Das Design sah mittlerweile knorke aus. Die meisten technischen Bugs waren ausgeräumt. Der Shop muckte zwar noch in der Administration herum, aber er nahm wieder Bestellungen an. Die Newsletter-Anmeldung verabschiedete sich zwar zur einer fröhlichen Auszeit bei Kaffee und Kuchen, aber mit einer Portion Gehirnschmalz war auch das einen Tag später gelöst.

Schließliich gingen wir am 29. (!) Februar mit der neuen Site online. Nachts um 23 Uhr.

Ein erhabener Augenblick.

Die Lawine des Unbills hatte zwar ihren Preis gefordert: Teile des coach-your-self.tv Clubs im passwortgeschützten Bereich mussten immer noch das alte Design ertragen. Einige neu geplante Inhalte hatte ich nicht mehr umsetzen können. Und auch der Launchtermin für meinen neuen Kurs ließ sich jetzt nicht mehr halten. Es sei denn, ich würde fleißig Überstunden schieben – aber darauf hatte ich nun partout keine Lust.

Einen Tag nach dem Launch trafen meine neuen Kontaktlinsen ein, und seitdem kann ich wieder sehen.

Als Asthma und Grippe begriffen, dass es bei mir nix zu mehr holen gab, suchten sie das Weite.

Die neuen Kursfunktionen sind auch so gut wie fertig, und heute morgen habe ich das neue Club-Design online gesehen.

Und was ist die Moral der Geschicht‘?

Eigentlich hatte ich alles richtig gemacht: Ein Ziel formuliert und „Ja“ dazu gesagt. Maßnahmen ergriffen und alles dafür getan, dass es Wirklichkeit werden konnte. Dran geblieben, auch wenn die Widrigkeiten des Lebens mir in die Suppe spuckten.

Ich hatte mich nur an einer einzigen Stelle geirrt.

Ich war auf das Mantra der Selbsthilfe-Industrie hereingefallen: Setze Dir ein Ziel mit Datum.

„Weißt Du, wie Du Gott zum Lachen bringen kannst? Erzähl ihm Deine Pläne.“

Das hat Blaise Pascal einmal gesagt, und er hat recht.

Es ist eine Sache, sich was Großartiges vorzunehmen.

Es ist aber vermessen, vom Leben zu erwarten, dass es sich den eigenen Erwartungshaltungen unterordnet.

Neunzig Prozent aller Projekte, so hatte mir schon vor Jahren der Projekttrainer eines großen Automobilkonzerns einmal gesagt, neunzig Prozent aller Projekte schießen über den Zeit- und/oder den Geldrahmen hinaus.

Darum heißt es ja auch so schön: Planen ist ein Ratespiel.

Es ist klug, sich einen roten Faden zurecht zu legen. Es ist nur dumm, zu glauben, dass es auch genau so laufen wird.

Manchmal läuft es nämlich viel besser als geplant.

Denn während des Höllenritts gab es auch so viel Gutes.

Zum Beispiel die Entwickler, die den Höllenritt mitmachten. (Ein besonderes Danke Schön an Marc)

Meine Frau, die in den ganzen Wochen zu mir hielt (bis auf das eine Mal, als sie schon die Scheidungspapiere ausfüllen wollte, aber da hatte ich wirklich ausgesprochen schlechte Laune).

Und schließlich: Alle Probleme hatten sich doch in Zufriedenheit aufgelöst. Es gab nichts, das wir nicht hatten löten, überbrücken, umgehen oder meistern können.

Die Site ist ja nun da. Technisch upgedatet. Sowie im schmucken Gewand.

Und all die Pläne, die ich noch mit ihr habe, warten genüsslich bei einem Tässchen Tee nebenan, bereit, verwirklicht zu werden.

Selbst das Wetter meint es gut mit mir. Während ich diese Zeilen schreibe, schau ich nach draußen.

Die Sonne scheint.

Alles wird gut.

So oder so.

32 Kommentare

  1. Sigrid

    Willkommen im Club ;-),
    eine herrlich erfrischende Erzählung im Zurückschauen.
    Sei froh, dass Du nur eine Grippe hattest…
    Wie sagte schon John Lennon: Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
    Ich „arbeite“ nur noch mit Zeitfenstern und versuche natürlich den „ersten“ Termin anzupeilen, habe aber nach hinten immer noch Luft.
    Alles viel entspannter geworden seitdem.
    LG
    Sigrid

    Antworten
  2. Thomas

    Hallo Martin,
    spannende Geschichte von deinem Höllenritt, aber ich bin der Meinung, dass es nicht unbedingt an deinen festgesteckten Zielen lag,sonder daran das Du einfach zuviel Druck auf die ganze Geschichte gelegt hast. (Druck erzeugt Gegendruck) Denn als Du aufgeben wolltest und dich erstmal ausgeschlafen hast, ging es plötzlich fast wie von allein. Dir kamen in der Ruhephase plötzlich gute Ideen mit denen Du weiterarbeiten konntest.
    Denn in deinem Fall waren ja die Ansagen vom Universum mal loszulassen eindeutig. Kontaktlinse, Rocco usw. Was das setzen von Zielen anbetrifft, hast Du keine heilige Kuh geschlachtet, sonder mal was hinterfragt und das ist auch gut so. Ich halte Ziele setzten auch mit deadline trotzdem für sehr wichtig wenn man was erreichen will. Wobei Du durchaus recht hast, denn manche übertreiben diese Thematik wirklich. Man sollte alles dafür dafür tun und wenn alles getan ist loslassen und die ganze Sache abgeben, dann hört der liebe Gott nämlich auf zu lachen und fässt mit an:-) Ich weiß hinterher ist man immer schlauer und ich will auch nicht Klugscheißen, aber beim anderen sieht man es immer besser als bei sich selbst. Vielleicht hilft Dir ja mein kleiner Tip weiter. Das würde mich sehr freuen.
    Ganz Liebe Grüße
    und mach weiter so.
    Thomas

    Antworten
  3. Elka

    Hallo Martin,
    danke für diese erfrischende Geschichte. Welche Schlüsse wir daraus ziehen können:
    1. Nein, wir sind nicht der/die Einzige auf dieser Welt, denen solche Dinge passieren.
    2. Am Ende wird immer alles gut – so oder so.
    3. Hinterher kann man prima über solche Geschehnisse lachen.
    Das ist das Leben!
    Sonnige Grüsse
    Elka

    Antworten
  4. Ellen

    Lieber Martin,
    alles schon in den vielen Mails gesagt!
    Danke für Deine Geschichte, die auch mich schmunzeln lies.
    Weiterhin alles Gute und viel Erfolg (der übrigens meiner Meinung nicht von dem Design Deiner WEbseite abhängt :-)) wünsche ich Dir.
    … und ein schönes und ERHOLSAMES Frühlings-Wochenende,
    Ellen

    Antworten
  5. Marandos

    Hallo Martin,
    eigentlich ist ja schon alles gesagt! Schön, dass Dein den Berg herabrollender Stein, der natürlich -wie sollte es anders sein- ne Menge anderer im Weg herumliegender Steine mitriss, kurz vor der Talsohle stoppen konnte. Wahrscheinlich hast Du ihm ein besonders großes Exemplar in den Weg gelegt. Ich weiß nicht, was Blaise Pascal gesagt hat, aber was Neale Donald Walsh dazu gesagt hätte, weißt Du bestimmt! In diesem Sinne: Alles wird gut – solange wir wild sind!
    Indira

    Antworten
  6. Liane

    Hallo nochmal,
    ich hatte eben schon einen Kommentar geschrieben, bevor ich Deinen „Hölltenritt“ gelesen hatte. Jetzt ist mir noch etwas wichtiges eingefallen. Ziele setzten finde ich wie schon gesagt ganz O.K. sobald wir jedoch anfangen dem Universum die Zeit vorzuschreiben wann wir etwas bestimmtes erreichen oder bekommen wollen geht der Schuss nach hinten los. Wie Du so schön geschrieben hast, dass sagen viele Gurus aber die leben nicht mein Leben sondern ihr eigenes. Vielleicht klappt das ja sogar bei denen, bei mir funktioniert das nie.
    Daher vermeide ich Zeitvorgaben nun grundsätzlich.
    So, das wollte ich nochmal gesagt haben.
    Liebe Grüße nochmal von
    Liane

    Antworten
  7. Bernd Garnschröder

    Hallo Martin und alle Lesenden,
    tolle Storie mit viel Grinsen beim Lesen.Schön das nicht nur mir dieses Dinge passieren, geschehen, wenn wir uns Ziele setzen und Vorhaben verwirklichen wollen. Also Martin Du bist schon ein toller
    Wortakrobat… Herrlich. Die Storie kann ich für die Vorstellung der cocktailmaschine nehmen. Das ist Leben.!!
    Danke
    Gruß Bernd

    Antworten
  8. Karlen Christine

    Ich weiss, dass ich nicht alles weiss, was Weiss weiss.
    Was ich aber weiss, dass Weiss eigentlich weiss,welches Ziel ihn glücklich macht. –
    Er ist blind geworden für das Naheliegenste:
    Weniger ist mehr
    Wieviele Kleine Schübse braucht er noch, die ihn vor einem grösseren Knall bewahren?
    Im Ernstfall geht es auch ohne ihn weiter. –
    Ich bin am verdursten. Da kommt jemand und bringt mir in einer blauen Tasse etwas zu trinken. „ich verdurste lieber, denn ich möchte lieber aus einer roten Tasse trinken! „. Was kümmert uns das Gefäss, wenn wir am ertrinken sind?
    Was kümmert uns die Form, wenn der Inhalt stimmt?
    Es gibt kein grösseres Leid, als das was sich der Mensch selbst antut…
    Sind Ziele, die am Inhalt nichts ändern, letztendlich nur Zeitverschwendung oder Arbeitsbeschaffung?
    Hat sich der Martin schon mal gefragt, warum wir hier antworten? Warum kriegt er Geld, wenn er mit uns kommuniziert, und wir nicht, wenn wir mit ihm kommunizieren? Würde ich mir überhaupt solche Fragen stellen, wenn ich keine Zeit hätte?
    Christine Karlen

    Antworten
  9. Martin Weiss

    Hallo zusammmen,
    vielen, vielen Dank für Eure zahlreichen Rückmeldungen.
    Erst wollte ich sie hier vor Ort die Kommentare einzeln beantworten, aber es sind so viele geworden, dass es das Ganze ziemlich unübersichtlich gemacht hätte.
    Darum gibt es in Kürze einen Artikel, in dem ich meine Rückmeldung zusammenfasse.
    😉
    Martin
    PS: Wer noch gerne was schreiben möchte… nur zu. Ich freu mich.

    Antworten
  10. Katharina

    Hej Martin,
    danke fürs Teilen.
    Ich sehe nur einen einzigen Punkt, den ich selbst feststelle und den ich auch bei anderen immer wieder erlebe:
    Wesentlich ist das LOSLASSEN. Ziele setzen: ja, Deadline setzen: ja. Doch dann einfach nur sein Bestes geben und LOSLASSEN und VERTRAUEN. Wir bekommen nämlich immer das, was wir uns als Ziel gesetzt haben oder ETWAS NOCH BESSERES! Und für Letzteres können wir die Rahmenbedingungen beim besten Willen nicht selbst setzen, denn das übersteigt unser Vorstellungsvermögen! 😉
    Wenn es mir am Vertrauen in den guten Ausgang/die gute Entwicklung mangelt, dann fange ich an mich über alle Maßen anzustrengen und nicht mehr auf die innere Stimme zu hören, statt dessen klammere ich, stehe unter Druck und versuche die Dinge unbedingt hinzubiegen. Dann bin ich nicht mehr im Fluss.
    Sobald ich mich entscheide loszulassen, lasse ich gleichzeitig Hilfe zu, ich muss nicht mehr alles alleine stemmen, die Dinge fallen mir zu und kommen ins Gleichgewicht.
    Loslassen und Vertrauen, das sind für mich die Wesentlichen und zugleich mutigsten Dinge im Leben. Und dann, genau dann, wenn wir uns das trauen, wird das Leben schöner, als wir es uns je vorzustellen vermocht haben!
    Sei gesegnet mit Glück und purer Lebensfreude in allem was du so vorhast und anpackst Martin. Es ist jetzt schon ein tolles Erbe, was du da so alles erschaffen hast. Klopf dir mal auf die Schulter, am besten täglich – weniger würde dem nicht gerecht werden. 😉 Glückwunsch!
    Von Herzen,
    Katharina

    Antworten

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